kurz und bündig
Das Magazin von www.hornbergbecken-2.de
April 2012
Inhalt:
- neue Spielregeln: Kapazitätsmechanismus und Kapazitätsmärkte
- Belastungsgrenze für den Schwarzwaldverein erreicht
März 2012
Inhalt:
- Zocken um Vergünstigungen und Steuergelder
- Bürgermeister von Behörden unter Druck gesetzt
Februar 2012
Inhalt:
- Die Möglichkeit, Strom in Wasserstoff oder Methan umzuwandeln, kann mehr als nur Strom speichern
- Neue Anlagen in Prenzlau und Freiburg in Betrieb genommen
Januar 2012
Inhalt:
Ergebnis einer Expertenbefragung der Grünen Bundestagsfraktion:
- Kein Grund für Aktionismus
- an Alternativen mangelt es nicht
- kostengünstigere Maßnahmen vorhanden
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06.05.2012
Was tun, wenn sich konventionelle Kraftwerke nicht mehr rechnen? Ein Kapazitätsmechanismus soll helfen. Außerdem: Der Schwarzwaldverein nennt seinen Preis. Mehr dazu in der April-Ausgabe von "Zukunft Strom".
01.04.2012
EnBW und RWE wird der Pumpspeicher zu teuer. Sie fordern Vergünstigungen und Steuergelder. Ob sie mit den daran geknüpften Bedingungen einverstanden sind? Außerdem: Herrischried´s Bürgermeister, Christof Berger, wurde von Ministerien und Behörden unter Druck gesetzt, um das Trinkwasserschutzgebiet, auf dem der geplante Pumpspeicher gebaut werden soll, aufzuheben. Berger gegenüber der Presse: "In dieser Situation konnte ich nicht anders." Mehr dazu in der März-Ausgabe von "Zukunft Strom".
04.03.2012
Wenn es um die Speicheralternativen geht wehren sich die Pumpspeicher-Planer mit allerlei "ja aber" und "derzeit nicht verfügbar". Das Konzept, überschüssigen Strom in Wasserstoff oder Methan umzuwandeln und so das Erdgasnetz samt Speicher zu nutzen, schieben sie weit weg in die Zukunft. Oder sie ignorieren es ganz. Übersehen sie die Zeichen der Zeit? "Zukunft Strom" wirft einen kurzen Blick auf ein Konzept mit Zukunft.
05.02.2012
Eine Expertenbefragung der Grünen bringt es an den Tag: Kein Grund für Aktionismus. Zuerst müssen die bislang unbeantworteten Fragen geklärt werden, in welchem Umfang, wann und welche Speichertechnologien tatsächlich benötigt werden. Denn Speicher machen den Strom teuer. Es stellt sich sogar die Frage: Welche Systemrelevanz haben Pumpspeicher in einer zukünftigen Energieversorgung überhaupt? Mehr dazu in der Januar-Ausgabe von "Zukunft Strom".
24.12.2011
Während Pumpspeicher gefördert werden, müssen alternative Speichertechnologien alleine klar kommen. Mehr dazu in der Dezemberausgabe von "Zukunft Strom".
28.10.2011
Die neuen technischen Bauplaner der Schluchseewerk AG präsentieren neue, verbesserte Pläne. Wird wirklich alles besser? Die Oktober-Ausgabe von "Zukunft Strom" schaut zweimal hin. Und stellt Fragen an Herrn Untersteller.
03.10.2011
Der Runde Tisch ist wie der geplante Pumpspeicher Atdorf selbst. Werden die erforderlichen Ziele nicht erreicht, muss auch dessen Sinn und Zweck, und damit die Notwendigkeit, in Frage gestellt werden. Mehr dazu in der Septemberausgabe von "Zukunft Strom".
18.09.2011
Blick zurück: in den 1980er Jahren wollte die Schluchseewerk AG das lindauer Tal fluten. Schon damals gab es heftigen Widerstand. In zwei Broschüren beschrieben "Bürger für die Erhaltung des lindauer Tals", warum es keinen Pumpspeichersee Lindau geben darf.Das Lindauertal darf nicht versinken:Band 1 (1983)Band 2 (1984)
03.07.2011
Der Runde Tisch: Viele Aufgaben, wenig Zeit. Mehr dazu in der Juni-Ausgabe von Zukunft Strom.
23.06.2011
Der WDR bezweifelt in seiner Sendung "Westpol" als erster Sender den Einsatz von Pumpspeichern als Ökostromspeicher. Mehr noch. Der Beitrag: "Ökoschwindel Wasserkraft?" sieht in den Pumpspeichern einen möglicherweise "teuren Klotz am Bein auf dem Weg zur Energiewende".
Video: "Ökoschwindel Wasserkraft?" (WDR: Westpol)
28.05.2011
Die neue grün-rote Landesregierung achtet bei neuen Projekten auf den "ökologischen Fußabdruck". Wie groß der bei einem Pumpspeicher ist, steht in der Mai-Ausgabe von Zukunft Strom.
01.05.2011
Die neue Ausgabe von "Zukunft Strom" ist da und schaut nach, wie die Stromversorgung früher war, wie sie heute ist und wie sie vielleicht einmal sein könnte. Natürlich immer mit einem prüfenden Blick auf den geplanten Pumpspeicher Atdorf.
03.04.0211
Etwas verspätet - nach all den Turbulenzen der vergangenen Wochen - die März Ausgabe von "Zukunft Strom". Was ändert sich? Was bleibt?
21.02.2011
Die zweite Netzstudie der dena ist veröffentlicht worden. Im Gegensatz zur Atdorf-Studie ist diesmal nicht der Bau neuer Pumpspeicher, sondern der Ausbau der Stromnetze alternativlos.
Ganz unverblümt wird dabei aufgezeigt, was passiert, wenn Speicher „marktgetrieben“ eingesetzt werden.
16.01.2011
Ein Raumordnungsverfahren muss sich an Gesetze und Vorgaben halten. Steht ein Projekt im Einklang mit den Gesetzen und Vorgaben, kann ein positiver Beschluss erfolgen. Bestehen noch Unklarheiten, können Maßgaben vorgeschrieben werden. Soll ein positiver Beschluss trotz Raumunverträglichkeit erfolgen, muss das Projekt - oder die Gesetze und Vorgaben - raumverträglich ausgelegt werden. Wie das im Fall des geplanten Pumpspeichers Atdorf aussehen kann, finden Sie in der Januarausgabe von "Zukunft Strom".
19.12.2010
Was sagen die Schweizer über ihre Pumpspeicher? Was sagen Politiker? Mehr dazu und eine Weihnachtsgeschichte in der Dezemberausgabe von "Zukunft Strom".
Frohes Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.
26.11.2010
Nachdem die Schluchseewerk AG jetzt Solarstrom speichern will: was ist dran, am neuen Argument? Mehr dazu in der Novemberausgabe von "Zukunft Strom".
27.10.2010
Was bleibt übrig vom Erörterungstermin? Viele offene Fragen und die Gewissheit, dass es für den geplanten Pumpspeicher Atdorf keine energiewirtschafliche, wohl aber eine politisch gewollte Notwendigkeit gibt. Mehr dazu in der Oktoberausgabe von "Zukunft Strom".
26.10.2010
In der Rotenburger Rundschau äußerte sich heute Manfred Radtke, Fraktionschef der Rotenburger Grünen, über eine Anfrage von BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN an die Bundesregierung.Sein Fazit: "So sollen die vorhandenen Pumpspeicher nicht für Solar- oder Windstromüberschüsse verwendet werden, sondern für Atomstrom. Wenn - wie schon mehrfach geschehen - mehr Ökostrom erzeugt wird als aktuell benötigt, sollen nicht etwa Atomkraftwerke runtergefahren werden. Vielmehr sollen dann Windräder und Photovoltaikanlagen abgeschaltet werden“, so Radtke.Anlass für seine Aussage ist die Antwort auf die Frage, ob die Bundesregierung vorhabe, die Pumpspeicherkapazitäten "umzuwidmen, so dass diese Pumpspeicherkapazitäten frei werden für die Zwischenspeicherung von überschüssigen Strom aus Wind und Sonne?" Die Antwort: nein, welcher Strom gespeichert wird, sei marktgetrieben. Sonst würde man ja den "betriebswirtschaftlich getriebenen Einsatz von Pumpspeicherkraftwerken außer Kraft setzten."Den Artikel finden Sie unter
http://www.rotenburger-rundschau.de/redaktion/redaktion/data_anzeigen.php?dataid=81392
13.10.2010
Photovoltaik wird "smart"
Besitzern von PV-Anlagen werden zunehmend Möglichkeiten angeboten, den Strom aus ihren Anlagen besser zu nutzen. PV-Anlagen, kombiniert mit modernen Wechselrichtern und Speichern "lassen sich dafür einsetzen, Energie zeit- und bedarfsgerecht bereitzustellen sowie Stromnetze zu regeln und zu entlasten", wie es das Fachinformationszentrum (FIZ) auf ihrer Website www.bine.info bekannt gibt (zum Artikel). Der vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) unterstütze Informationsdienst sieht in dem System für den "Energieversorger reduzierte Lastspitzen sowie die Möglichkeit, bei Bedarf dezentrale Regelenergie abrufen zu können."60 dieser Systeme mit Lithium-Ionen Speichern werden bereits erprobt.Eine neue Speichertechnologie für kleine, dezentrale Anwendungen kommt bald von der Firma Fronius. Mit ihrer "Energiezelle" haben sie eine serienreife Brennstoffzelle im Angebot. Laut Herstellerangaben wird in der Folgeversion "dann auch die Elektrolysefunktion integriert sein." Das ermöglicht die Umwandlung von Strom in Wasserstoff. Eine Batterie.
25.09.2010
Gloria-Theater distanziert sich"Hier will ein Projekt, das in der Bevölkerung ein eher gespaltenes Image hat, am positiven Image des Gloria-Theaters und der Hochrhein Musicals partizipieren",
teilte Hochrhein Musicals in einer freien Pressemitteilung vom 25.09.2010 mit.Aus Sorge um den Erfolg des Musicals "Bikini-Skandal" teilt Hochrhein Musicals weiterhin mit:
"Wir hoffen sehr, das wir die durchaus verständliche Irritation in der Bevölkerung und bei unseren Fans durch diese Stellungnahme beseitigen können. Um das Gloria-Theater langfristig zu retten, muss das Musical ein riesen Erfolg werden. Jedes Ticket, das wir durch die Aktion der Schluchseewerk AG nicht verkaufen, entfernt uns von diesem Ziel."(Quelle: http://www.gloria-theater.de/gt/presse/presse_detail.php?id=514 )Der Millionen-SchwundGoldisthal - Vorbild für mögliche Millionen aus Gewerbesteuereinnahmen - erlebt gerade eine "Kernschmelze bei der Gewerbesteuer", wie es in der Zeitung "Freies Wort" zu lesen ist. Grund: der Konzern Vattenfall ändert die Rechtsform. So schnell sind sie verpufft, die versprochenen Millionen.(Quelle: http://www.freies-wort.de/nachrichten/regional/neuhaus/art30273,1253913 )
24.09.2010
Oha, viel Wirbel heute um Atdorf und die Abstimmung in Herrischried.Dafür? Dagegen? Unentschieden?
Weil sich diese Seite hauptsächlich mit der Frage beschäftigt, ob Atdorf überhaupt energiewirtschaftlich notwendig ist, nur soviel:Der beste Standort?Die von Schluwe genannte Handvoll Standorte für Pumpspeicher zeigt: Deutschland ist nicht gerade geeignet für den Bau von Pumpspeichern. Der Sachverständigenrat für Umweltfragen empfiehlt deshalb eine Kooperation mit Norwegen. Norwegen muss deshalb keine neuen Speicher bauen. Es hat sie schon. Mit einer Speicherkapazität von rund 84 Terawattstunden. Atdorf könnte 0,013 Terawattstunden speichern. Zum Vergleich: man müsste über 6000 mal Atdorf bauen, um das zu erreichen. Schweden verfügt über rund 34 Terawattstunden Speicherkapazität (oder 2600 mal Atdorf). Die Firma NorGer will bis 2015 ein Seekabel zu den Speichern legen, wird aber momentan vom Bundeswirtschafts-ministerium blockiert.Schluwe wird sagen, wegen der fehlenden Netze müsse der Strom da gespeichert werden, wo er gebraucht wird, also bei uns. Die notwendigen Netze werden aber gerade gebaut. Nicht die Hochspannungsleitungen, mit einer neuen Technik sollen bis 2020 die Nordseeanrainer - Deutschland, Norwegen und 5 weitere Länder - miteinander verbunden werden. Danach ganz Europa und irgendwann sogar Afrika. Die neuen Leitungen kommen unter die Erde.
Gibt es nur Pumpspeicher?Schluwe schreibt: "Wenn es also bei wolkenfreiem Himmel stürmt" (wie oft kommt das denn vor??), kann nur zur Mittagszeit der ganze Strom verbraucht werden. "Ansonsten läuft die Energie ins Leere. Es sein denn, Pumpspeicherkraftwerke nutzen diesen Überschuss ...." Als gäbe es in Zukunft nur Pumpspeicher. Mittlerweile gibt selbst die Schluwe zu, dass bis 2025 schon Millionen Elektromobile unterwegs sein könnten. Eine halbe Million davon am Netz machen Atdorf überflüssig (Zukunft Strom, Januar 2010). Was wird es bis 2025 noch geben? Druckluftspeicher, intelligente Stromnetze, Lastmanagement?Momentan passiert so viel in dem Bereich, dass es schwierig ist vorauszusagen, was es 2030 alles Neues und Besseres geben wird. Eins ist aber sicher: es wird Neues und Besseres geben. Man sollte sich keine Angst machen lassen. Schluwe schreibt: "die Weichen sind gestellt." Werden sie ständig. Erst der Atomausstieg, jetzt doch Laufzeitverlängerung. Einmal sollen mehr Speicher verfügbar gemacht werden, die in Norwegen dann aber doch nicht. Selbst die Schluwe hat uns die letzten beiden Jahre immer vom Windstrom im Norden und dem Abschalten von Windkraftanlagen erzählt. Jetzt soll Atdorf hauptsächlich für den Solarstrom gebaut werden. Was denn jetzt? Da sollte erst einmal Klarheit herrschen bevor man etwas zustimmt, dass nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. Den Rest erklärt Tina.
21.09.2010
Seltsam:Auf der einen Seite möchte Deutschland Stromspeicher, auf der anderen Seite blockiert Rainer Brüderle gerade eine HGÜ-Verbindung zwischen Deutschland und den Speichern Norwegens (NorGer).Während bestehende norwegische Speicher also außen vor bleiben, möchte uns die Schluchseewerk AG davon überzeugen, dass es unbedingt den geplanten Pumpspeicher Atdorf bauen muss.Nochmals zum Vergleich: Die Speicher Norwegens verfügen über eine Kapazität von gut 80 Terawattstunden. Das geplante PSW Atdorf könnte 0,013 Terawattstunden speichern.Und während Brüderle blockiert, möchte Günther Öttinger in Brüssel die FFH-Richtlinien ändern, um den Bau von Pumpspeichern in Österreich durchzuboxen.Link:
Brüderle blockiert Projekt Norger ("Report Mainz"-Sendung vom 20.09.2010)
Öttinger will FFH-Richtlinien ändern
Bericht über die Speicher in Norwegen (Neue Energie Nr. 7/2010)Mogelpackung Pumpspeicherkraftwerk (ARD Europamagazin; 18.09.2010)
14.09.2010
Sonne statt Wind. Die Schluchseewerk AG möchte den geplanten Pumpspeicher Atdorf nicht mehr in erster Linie für die Speicherung von Windstrom einsetzen. Begründung: zu weit weg. Aber nicht nur in dieser Sache ändert die Schluwe ihren Kurs. Mehr darüber in der September-Ausgabe des Infomagazins.
20.07.2010
Laut einer Stellungnahme des Sachverständigenrats für Umweltfragen (SRU), ist eine Versorgung Deutschlands zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien, auch ohne dem geplanten PSW Atdorf möglich. Herr Dr. Dreier vom Regierungspräsidium Freiburg war so freundlich, den Rat zu fragen, ob er den Bau weiterer Pumpspeicher in Deutschland unter diesen Umständen als sinnvoll bzw. notwendig erachtet (Link zur Anfrage inkl. Antwort).
Herr Hey vom SRU antwortete darauf hin mit dem Hinweis, dass man "... keine direkten Rückschlüsse für die Bewertung eines einzelnen aktuellen Investitionsprojektes..." ziehen kann (in der Badischen Zeitung wird fälschlicherweise in der Überschrift: "Gutachten erlaubt `keine Rückschlüsse`" zitiert). Laut Hey sollte "... aber immer eine Abwägung mit den Belangen des Naturschutzes erfolgen."
Es sind vielleicht keine direkten Rückschlüsse möglich. Indirekte sehr wohl. In der Stellungnahme des Sachverständigenrats steht unter anderem:
"Der Ausbau der norwegischen Pumpspeicher reicht zusammen mit dem Einsatz von neuen Luftdruckspeichern und den Ausgleichseffekten der großflächigen Vernetzung im europäisch-nordafrikanischen Verbund ohne Annahme des Ausbaus der Pumpspeicherkapazitäten in anderen Ländern aus, um eine vollständig auf regenerativen Energiequellen basierende Elektrizitätsversorgung Europas zu jeder Stunde des Jahres sicher zu gewährleisten."Allein die norwegischen Pumpspeicher genügen also. Sie haben eine Speicherkapazität von rund 84 TWh. Alle 33 deutschen Pumpspeicher zusammen haben eine Speicherkapazität von 0,04 TWh.Mit dem genannten "europäisch-nordafrikanischen Verbund" ist das Projekt Desertec gemeint. Desertec, für viele nichts weiter als eine Vision, plant ab 2015 den ersten Strom aus Afrika nach Europa zu liefern (Link zur Meldung).
Wenn der SRU zu dem Schluss kommt, dass Deutschland ohne geplantes PSW Atdorf zu 100 Prozent mit regenerativen Energien versorgt werden kann, fehlt dem Projekt Atdorf eine wichtige Sache: die Notwendigkeit.
08.07.2010
In der Juli-Ausgabe des Infomagazins "Zukunft Strom" geht es um Neues in Sachen Energie und die Hintergründe des neuen Schluchseewerk-Magazins.
11.05.2010
Das Infomagazin Mai 2010 ist da. Thema: Bedenken beim Raumordnungsverfahren und Bemerkungen zu den Schluwe-Veranstaltungen.
06.05.2010
Noch mehr Konkurrenz
Die Firma NorGer schafft gerade eine Verbindung zwischen Deutschland und den Stromspeichern Norwegens. Deren Speicherkapazität liegt bei 81,7 TWh mit einer Leistung von 29 GW. Alle deutschen Pumpspeicher bringen es auf 40 GWh bei 6,7 GW. Die Verbindung wird mittels HGÜ-Kabel realisiert. Leistung: 1400 MW, soviel wie das geplante PSW Atdorf. Fertigstellung: 2015.
http://www.norger.biz/norger/deutsch/
04.05.2010
VDE-Studie: Elektromobile als Stromspeicher
Der Verband der Elektrotechnik (VDE) hat eine Umfrage unter 1300 Unternehmen und Hochschulen durchgeführt.
Ergebnis:
"Zehn Prozent des deutschen PKW-Bestands, ausgerüstet als Plug-in-Hybrid – eine Kombination von Verbrennungs- und Elektromotor, die an Steckdosen anschließbar ist – könnten in etwa so viel Energie speichern wie alle heutigen Pumpspeicherkraftwerke zusammen."
(Quelle: http://www.vde.com/de/Verband/Pressecenter/Pressemeldungen/Fach-und-Wirtschaftspresse/Documents/2010/10_28_HMI_E-Mobility.pdf)
Zehn Prozent entsprechen etwa 4,2 Millionen PKW. Dieser Bestand wird zwischen 2020 und 2030 erreicht sein.
Um das geplante PSW Atdorf überflüssig zu machen braucht es weiniger als 500 000 Emobs.
26.04.2010
"Die geografische Lage ist das einzige Wertvolle, was der Hotzenwald noch hat, und das sollten wir so teuer wie möglich verkaufen."
Patrick Tröndle (39), Freie Wähler Herrischried, wohnt seit 13 Jahren auf dem Hotzenwald
(http://www.badische-zeitung.de/hotzenwald/klares-bekenntnis-zum-projekt-atdorf--30133323.html)
So denken Sie also über den Hotzenwald, Herr Tröndle?
23.04.2010
Eine geniale Idee löst das Problem der Stromspeicherung
Die Aussage kommt nicht von mir, sondern vom Magazin "ZDF Umwelt" zum Thema Methan aus regenerativer Energie.
Zur Herstellung berichtet das Magazin:
"Wie das geht? Recht einfach: Per Elektrolyse spaltet man Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff. Den Wasserstoff verbindet man mit Kohlenstoffatomen aus CO2, das wir ja nun wirklich im Überfluss haben. Es entsteht CH4: Methan.
Methan ist ein universeller Energieträger. Daraus lässt sich alles Mögliche machen: Man kann es verfeuern am eigenen Herd, man kann damit Kälte für Klimaanlagen erzeugen, man kann es in Gaskraftwerken wieder zu Strom machen oder Treibstoffe für alle möglichen Verkehrsanwendungen produzieren, vom Straßen- bis zum Luftverkehr. Kein Problem."
Die Kernsaussage aber ist:
"Vor allem aber: Methan lässt sich wunderbar speichern, in den alten Gasometern, die früher das Bild so mancher Städte prägten, in unterirdischen Kavernen. Erdgas müsste man nicht mehr aus dem Ausland teuer beziehen; man könnte es selber erzeugen, kostengünstig und unabhängig. Denn Wind und Sonne gibt es gratis von der Natur."
Im Fernsehbeitrag stellt Herr Sterner - einer der Autoren der IWES-Studie zum geplanten PSW Atdorf und "Erfinder" der neuen Technologie - die neue Speichertechnologie vor. Auch eine seit letztem Jahr in Betrieb befindliche Anlage wird gezeigt.
Die IWES-Studie für die Schluchseewerk AG schreibt über die neue Technologie, sie "ist derzeit noch nicht auf dem Markt verfügbar und wird daher in diesem Kapitel nicht näher betrachtet." Schade.
Den gesamten Bericht finden Sie unter:
http://umwelt.zdf.de/ZDFde/inhalt/25/0,1872,8063353,00.html
Das Video dazu:
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/1018744
18.04.2010
Im Info-Magazin "April" geht´s um das Lastmanagement, eine verschwundene Kluft und ein Wort an die Bürgermeister und Gemeinderäte.
14.04.2010
Neuer Stromspeicher
Die Firma Evonik entwickelt gerade die größte Lithium-Keramik-Batterie der Welt. Sie wird in der ersten Jahreshälfte 2011 in - welch ein Zufall - einem Kohlekraftwerk eingsetzt. Mit einer Leistung von einem Megawatt und einer Speicherkapazität von 700 Kilowattstunden. Wirkungsgrad: 96 Prozent.
Nehmen wir das Volumen der reinen Speicher benötigt dieser Speichertyp - bei 1400 MW Leistung - ein Volumen von 105 Tausend Kubikmeter. Das geplante PSW Atdorf braucht schon für´s Wasser 18 Millionen Kubikmeter.
Zudem könnten die Akkus dort zum Einsatz kommen wo sie gebraucht werden, anstatt den Strom mit Verlusten durch ganz Deutschland zu leiten.
12.04.2010
Unter der Internetseite http://www.rp-freiburg.de/servlet/PB/menu/1310576/index.html können die Daten zum Raumordnungverfahren herunter geladen werden. Und in einem Extra-Magazin auf www.hornbergbecken-2.de geht es noch kurz um die beiden Info-Veranstaltungen in Herrischried und Willaringen zum geplanten PSW Atdorf.
15.03.2010
Im Infomagazin "März" geht es um die "smart grids", und deren Folgen für das geplante PSW Atdorf.
10.03.2010
Bei den 3 Varianten der A98 gibt es je Variante einen Verlierer. Bei der südlichen ist es Bad Säckingen, bei der mittleren die Schluchseewerk AG und bei der nördlichen Wehr. Es wäre sinnvoll, die Raumplanung der A98 vor oder zumindest gemeinsam mit der Raumplanung für das Projekt Atdorf durchzuführen. Für beides ist aber kein Geld da. Die Schluchseewerk AG möchte sich in die Mitte setzten. Welche Stadt den schwarzen Peter zieht wird sich zeigen. Oder die mittlere Variante wird bevorzugt, dann wären beide Städte Gewinner.
09.03.2010
Im zweiten Extra-Magazin geht´s um die Veranstaltung vom 04.03.2010 in Wehr zum geplanten Projekt Atdorf
01.03.2010
Im Extra-Magazin geht´s um die beiden von der Schluchseewerk AG in Auftrag gegebenen Gutachten zum geplanten Projekt Atdorf.
24.02.2010
Scheibe für Scheibe
Möglicherweise wird der Hauptdamm des geplanten Speicherbeckens im Haselbachtal kein Erdschüttdamm sondern ein Betonbauwerk. Jetzt stellt sich die Frage, wohin mit dem bislang zur Aufschüttung des Damms vorgesehenen Aushubmaterials? Eine neue Visualisierung seitens der Schluchseewerk AG wäre auch schön.
15.02.2010
Im Infomagazin "Februar" geht es um das Thema "Wasser".
09.02.2010
Schluchseewerk AG plante auch die Lindautalsperre
Das Buch "Wasserkraftanlagen" (Jürgen Giesecke, Emil Mosonyi, 5., aktualisierte und erweiterte Auflage, 2009, Springer Verlag) bringt es an den Tag. Die Schluchseewerk AG plante nicht nur das Hornbergbecken II. Auch die Lindautalsperre inklusive Verbindungsstollen zum Hornbergbecken I, Eggbergbecken und einem zusätzlichen Kraftwerk "Mühlegraben" war geplant. Eine Abbildung zeigt in typischem und durchweg aktuellem Schluchseewerk-Stil die geplanten Projekte. Quelle für die Abbildung ist laut Literaturverzeichnis: Persönliche Auskünfte, 1996-2008).
Das Buch wird seitens der Schluchseewerk AG auch für die Notwendigkeit des geplanten Projekts Atdorf herangezogen mit der üblichen Aussage, dass es "keine adäquate Alternative" gibt.
Zum Hornbergbecken I steht: "Das für den Hotzenwald typische Landschaftsbild im Umfeld der Baustelle konnte wiederhergestellt werden, ja sogar durch die entstandene Seenlandschaft bereichert werden".
09.02.2010
In der Veröffentlichung: "Planfeststellungsverfahren PSW Atdorf" gibt die Schluchseewerk AG unter dem Punkt "Zweck des Vorhabens" an: "Pumpspeicherkraftwerke sind für diese Aufgabe [Stromspeicherung] unter technischen (hohe Energiedichte des Speichers, hoher Wirkungsgrad, kurze Reaktionszeiten), wirtschaftlichen (lange Lebensdauer der getätigten Investitionen) und ökologischen Gesichtspunkten (geringer Flächenbedarf bezogen auf die gespeicherte Energiemenge) am Besten geeignet."
Betrachten wir uns also die Energiedichte (angegeben in "Watt-Stunden pro Liter" Wh/l, also Energie pro Volumeneinheit) einiger Speicher:
normale Autobatterie: 80-100 Wh/l (Vergleichswert)
Lithium-Ionen Akku (in Elektromobilen): 500-1000 Wh/l
Wasserstoff (in Kavernen): 200 Wh/l
Pumpspeicherwerk: ca. 0,4 Wh/l
Soviel zum Argument: "hohe Energiedichte" und "geringer Flächenbedarf".
Quelle: BMWi Auftragsstudie 08/28 (Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie)
Die gleiche Studie sagt auch:
"Der stationäre Einsatz von Elektroenergiespeichern ist durch die wachsende Verbreitung regenerativer Energieerzeugung geprägt und erfordert langfristig (über 2025) hinaus den Einsatz alternativer Elektroenergiespeicher (nicht auf der Basis von Pumpspeicherkraftwerken)."
21.01.010
RWE plant die Zusammenlegung des deutschen Stromnetzes. Bisher regelte jeder der vier Netzbetreiber sein Netz eigenständig. Das führte zuweilen dazu, dass RWE bei den Schluchseewerken die Oberbecken füllte und EnBW zur gleichen Zeit leerte.
"Einsparungspotenzial sehen Experten vor allem bei der sogenannten Regelenergie. Sie wird benötigt um im Netz Schwankungen beim Stromaufkommen oder dem Strombedarf auszugleichen" heißt es in einer Veröffentlichung. Und weiter: "Dies könne für die Netzbetreiber Kosteneinsparungen von mehreren Hundert Millionen Euro pro Jahr erbringen."
http://www.rp-online.de/wirtschaft/news/RWE-strebt-angeblich-Fuehrung-im-Stromnetz-an_aid_808157.html
17.01.2010
Das Infomagazin im Januar. Wie die Elektromobilität das Projekt Atdorf überflüssig macht.
08.01.2010
Methan als Ökostromspeicher
Die Erzeugung von Wasserstoff als möglichen Stromspeicher zu nutzen galt bisher wegen den damit verbundenen Verlusten als ineffizient.
Nach der Herstellung des Wasserstoffs muss er zur Speicherung komprimiert oder verlüssigt werden. Ein Problem.
Die Lösung wurde kürzlich vom Fraunhofer Institut vorgestellt. Wasserstoff wird unter Verwendung von CO2 zu Methan umgewandelt, dem Hauptbestandteil von Erdgas. Kann also ins bestehende Erdgasnetz eingespeist, gespeichert und bei Bedarf als Energieträger zur Produktion von Spitzenstrom, Wärme oder Mobilität verwendet werden.
Infos:
http://www.wir-klimaretter.de/content/view/4432/150/
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/wissenschaft/1086002/
Kommentare dazu unter:
http://www.forum-pumpwerke.de
30.12.2009
Noch mehr Konkurrenz für´s Projekt Atdorf:
"Der japanische Elektronik-Riese Panasonic kündigt kurz nach der Übernahme des Batterie-Spezialisten Sanyo ein ambitioniertes Projekt an: Man wolle bis 2011 einen Akku entwickeln, der in der Lage ist, einen ganzen Haushalt eine Woche lang mit Strom zu versorgen."(
http://ht4u.net/news/21435_panasonic_will_akku_bauen_der_einen_ganzen_haushalt_mit_energie_versorgt/)
Des Weiteren hat Panasonic und der dänische Energieversorger SEAS-NVE ihre Zusammenarbeit bekannt gegeben. Ziel ist es, im Kleinen (also für jeden Haushalt) das zu realisieren, was Stromkonzerne im Großen machen. Über ein intelligentes Strommanagement wird der Stromverbrauch und die hauseigene Stromspeicherung gesteuert. Die Möglichkeit der Stromspeicherung in Verbindung mit einer eigenen Photovoltaikanlage oder dem eigenen Blockheizkraftwerk ebnet den Weg zu einer autarken Energieversorgung.
Weiter in der Pressemitteilung:
"Mit dem Wissen im Hintergrund, dass man bereits erfolgreich entsprechende Ansätze getestet habe, sieht sich Panasonic laut PhysOrg dem Ziel nahe, als erster einen CO2-emissionsfreien Haushalt möglich zu machen."
"Ansätze wie Solarzellen oder Brennstoffzellen hätten derzeit den Nachteil, dass sie zwar Energie erzeugen können, aber nicht in der Lage sind, sie auch zu speichern. Diesen Umstand soll der Akku nun ausgleichen. Allgemein wurde die Speicherung von elektrischer Energie bereits als wesentliche Herausforderung für die Zukunft erkannt. Da dies nur mit sehr aufwändigen Methoden wie Pumpspeicher-Kraftwerken möglich ist, investieren Energiekonzerne noch immer viel Geld in die effiziente Lastverteilung."
23.12.2009
www.hornberg2.de
Eine Seite mit Informationen zur Vorgehensweise der Schluchseewerk AG
19.12.2009
Die Dezemberausgabe des Infomagazins ist fertig. Weihnachtlich mit Geschichten und Märchen rund um den geplanten Pumpspeicher Atdorf.
05.12.2009
Nach einer Aussage des BDEW (Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e. V.) wird der von Pumpspeichern ins Netz eingespeißte Strom voll zur Netto-Stromerzeugung in Deutschland gezählt. Ungeachtet der Tatsache, dass der Strom für´s Hochpumpen auch erst produziert werden muss. Damit wird der gleiche Strom zweimal gezählt, was auch zugegeben wird.
So entsteht der Eindruck der möglichen Stromvermehrug durch Pumpspeichern. Ein Kohlekraftwerk produziert eine Megawattstunde Strom. Danach wird sie als Pumpstrom in einem Pumpspeicherwerk verwendet. Wird das Wasser wieder abgelassen erhält man zwar nur noch 0,75 Megawattstunden zurück, dennoch erscheinen in der Nettobilanz 1,75 Megawattstunden produzierter Strom. Haben wir die wundersame Stromvermehrung? Nein.
Aufklärung bringt die Definition des Begriffs "Netto" im Zusammenhang der Stromerzeugung.
Begriffserklärung des BDEW: "Die Bruttostromerzeugung ist die Erzeugung des Kraftwerks inkl. des Eigenverbrauchs, also direkt am Generator, die Nettoerzeugung ist die des Kraftwerks ohne Eigenverbrauch, also die Einspeisung des Kraftwerks in das Netz (ab Kraftwerksklemme)".
Es bleibt also dabei: Pumpspeicher verbrauchen Strom.
Die Broschüre finden Sie unter
http://www.bdew.de/bdew.nsf/id/DE_Energiemarkt_Deutschland_-_Sommer_2009/$file/09%2011%2009%20Energiemarkt_2009.pdf
(Einen Briefwechsel mit der BDEW im Blog unter "Bretto und Nutto" vom 05.12.2009)
30.11.2009
Atomkraftwerke doch regelbar?
Laut einer Internetseite (http://www.kernenergie.de/kernenergie/Themen/Kernkraftwerke/Flexibilitaet/index.php) ist es falsch, dass Atomkraftwerke ihr Leistung nicht regeln können.
Eine Reduzierug auf 50 Prozent der Maximalleistung mit einer Geschwindigkeit von 5-10 Prozent der Maximalleistung pro Minute soll möglich sein.
Dennoch wird es nicht gemacht. Atomstrom ist billig. Die Kraftwerke sind abgeschrieben. Suchen die Betreiber die Kraftwerke Speichermöglichkeiten für den bösen Windstrom oder möchten sie ihren Atomstrom "auf Halde" legen, bis sie ihn teuer verkaufen können?
17.11.2009www.forum-pumpwerke.de
Ganz frisch. Ein neues Forum für den Erhalt des Abhaus und Haselbachtals. Reinschaun und mitmachen.
14.11.2009
In der Novemberausgabe des Infomagazins zeigt sich: auch andere haben mit Pumpspeichern zu kämpfen. Mit Erfolg.
29.10.2009
Die Schluchseewerk AG erhält Geld aus dem Topf, der eigentlich alternative Speichertechnologien fördern soll.
Die Schluchseewerk AG würde bei Fertigstellung des geplanten Pumpspeichers Atdorf vor dem Jahr 2020 für 10 Jahre von den Netznutzungsentgelten befreit. Die Netznutzungsentgelte bezahlt jeder Verbraucher. Wir Privatkunden zahlen sie durch einen höheren Strompreis.
Die Schluchseewerk AG provitiert dabei von einem neuen Gesetz, das am 07. Mai 2009 verabschiedete wurde. Es soll stromintensive Unternehmen wirtschaftlich stützen und bei Stromspeicher-Anlagen Anreize für die Entwicklung neuer Speichertechnologien geben.
Das 5. Energieforschungsprogramm der Bundesregierung konkretisiert: "Bzgl. künftiger F&E-Maßnahmen im Bereich Speichertechnologien ist folgende Situation zu berücksichtigen. Viele Technologien, wie z.B. Pumpspeicher, sind entwickelt und am Markt etabliert, so dass eine öffentliche Förderung für deren Weiterentwicklung nicht gerechtfertigt wird."
27.10.2009
Um die Belastung aller Betroffenen durch den anfallenden Baustellenverkehr auf das Nötigste zu reduzieren hat die Schluchseewerk AG jetzt eine Praktikantenstelle ausgeschrieben. Ob das der richtige Weg ist, sich um die Sorgen der Wehrer zu kümmern, die die Hauptlast des Verkehrs zu tragen haben?
http://www.uni-weimar.de/cms/index.php?id=1624&messageid=79474
26.10.2009
Im Bezug auf die falsche Darstellung der Pumpspeicher in der Publikation des Bundesmisisteriums für Wirtschaft und Technologie (siehe Infomagazin Ausgabe Oktober) habe ich das Ministerium um eine Stellungsnahme gebeten (die Anfrage steht im Blog).
Eine Antwort habe ich noch nicht. Dafür wurde schnell der Link entfernt. Immerhin.
25.10.2009
Letzte Woche wurde der Schluchseewerk AG eine Alternative (Wehrhalden-Variante) zum Hornbergbecken 2 vorgelegt. Sie wurde sofort verworfen, da sie Schutzgebiete tangiere. In Wehrhalden geht das nicht. In Atdorf aber schon. Auch hier werden FFH-Gebiete und Feucht-Biotope tangiert. wie soll ein Feucht-Biotop überleben, wenn kein Wasser mehr da ist?
Alle Schutzgebiete könne unter http://brsweb.lubw.baden-wuerttemberg.de eingesehen werden.
Mehr dazu im Blog (25.10.2009).
16.10.2009
Die Oktoberausgabe des Infomagazins ist da. Alles über die Bosse der Schluchseewerk AG und wie die Konzerne mit Unterstützung der Regierung schmutzigen Strom reinwaschen und den Bürgern erzählen, dass alles in bester Ordnung sei.
13.10.2009
36 Prozent Verluste durch Pumpspeicher
Nach Angaben des Statistischen Landesamts Baden Württemberg wurden im letzten Jahr 757 668 MWh Strom für das Füllen der Pumpspeicher in Baden Würrtemberg verbraucht. Zurück ins Netz flossen lediglich 487 751 MWh. Mehr als ein Drittel der Energie konnte nicht mehr zurück gewonnen werden. Die Schluchseewerk AG betont immer wieder, den Pumpspeicher Atdorf für die anfallende Windkraft aus dem Norden Deutschlands zu bauen (dort stehen die Windkraftanlagen). Würden also noch die Übertragungsverluste hinzukommen. Laut RWE sind das 2,9 Prozent pro 100 Kilometer. Die rund 1000 Kilometer bedeuten also 29 Prozent zusätzliche Verluste. Energieverschwendung in großem Stil.
http://www.statistik.baden-wuerttemberg.de/Veroeffentl/Statistische_Berichte/3524_09002.pdf
05.10.2009
Der US-Bundesstaat Delaware verabschiedet ein neues Gesetz. Elektrofahrzeuge deren Akkus Strom ins Netz einspeisen erhalten eine gesetzlich festgelegte Vergütung. 1000 bis 5000 Dollar im Jahr können dabei vom Besitzer eines Elektromobils erwirtschaftet werden. Das steckt zwar alles noch in den Kinderschuhen, kann aber in Zukunft "durchaus zu einer festen Größe im Stromhandel avancieren", so ein Bericht (siehe unten).
http://www.heise.de/autos/artikel/E-Mobile-als-Netzpuffer-US-Staat-verankert-Vehicle-to-Grid-im-Gesetz-793010.html
Mehr Informationen auch unter http://www.emobileticker.de.
01.10.2009
Neues von der IAA. Plug-in Hybride als Antriebskonzept der Zukunft.
Mehr dazu im Blog vom 01.10.2009
Auf der IAA wurden neben den reinen Elektrofahrzeugen zahlreiche Plug-in Hybride vorgestellt. Eine Kombination aus Elektromotor mit Speicher und Verbrennungsmotor. Gewollt oder ungewollt stellt das die Lösung für die von der EU geforderten CO2 Reduzierung dar. Ohne auf Leistung und Komfort zu verzichten. Im Jahre 2025 wird nach Meinung von Ferdinand Dudenhöffer, Direktor des Center of Automotive Research an der FH Gelsenkirchen, wohl kein Auto mehr verkauft, das nicht mindestens über einen Hybridantrieb verfügt. Damit entsteht der Speicher der Zukunft. Das Pumpspeicherwerk Atdorf und damit das Hornbergbecken 2 und der Industriespeichersee im Haselbachtal werden überflüssig. Eine Entwicklung, welche auch die Schluchseewerk AG mit dem Projekt Atdorf betrifft.
23.09.2009
"Abhau - G´schichde"
Ein Buch für den Berg. Mehr dazu finden Sie auf der Seite: "Abhau - G´schichde" Loblied auf einen Berg"
19.09.2009
Was macht Bad Säckingen ohne Bad?
Ein Beitrag dazu im Blog unter der Rubrik: Industriespeichersee im Haselbachtal
15.09.2009
Die Firma Lichtblick, die zusammen mit VW tausende Klein-Blockheizkraftwerke bauen und in privaten Haushalten installieren will, meldete gestern, dass bereits 6 Tage nach der öffentlichen Vorstellung des Projekts bereits 3500 Anfragen.
Was hat das mit dem Pumpspeicherkraftwerk Atdorf zu tun?
Durch die intelligente Vernetzung der Anlagen kann Lichtblick wie ein Großkraftwerk agieren. Durch die Bereitstellung des "Schwarmstroms", wie Lichtblick ihn nennt, greift das Unternehmen in den Markt der Stromanbieter ein, indem es zu Spitzenlastzeiten Strom ins Netz einspeißt.
Die Bereitstellung von Spitzenstrom ist ganau das Revier in dem auch Pumpspeicherkraftwerke wildern, denn durch den hohen Preis für Spitzenstrom winken fette Gewinne.
Ich wünsche Lichtblick viel Erfolg. Vermiest der Schluchseewerk AG das Geschäft!
09.09.2009
Déjà-vu
Im Buch: "Baden unter Strom" von Bernward Janzing finden sich interessante Parallelen aus den 1970er Jahren.
Damals plante die Schluchseewerk AG die Talsperre Lindau bei Ibach, zu dem auch das Hornbergbecken II bei Atdorf sowie das Haselbecken gehören sollten.
Ein Auszug:
"Zwanzig Jahre nach dem Kampf um die Wutachtalsperre scheiterte die Schluchseewerk AG mit einem zweiten Großprojekt - mit dem Lindau-Stausee im Hotzenwald.
Ohnehin brauchte niemand diese Talsperre wirklich, wie das Unternehmen in den 1980er Jahren sogar selbst zugeben musste."
"Energiepolitisch konnten die RWE um diese Zeit kaum mehr für den Lindau-Stausee argumentieren, nachdem die Schwankungen der Stromnachfrage im Verbundnetz durch moderne Gasturbinen immer besser aufgefangen werden konnten. Die Pumpspeicherkraftwerke hatten daher an Bedeutung verloren - und das Lindauer Tal blieb erhalten."
hmmm ... Gasturbinen? Lichtblick? Gasbetriebene Blockheizkraftwerke? .....
Mehr dazu im Blog Beitrag vom 09.09.2009.
Das Buch ist erhältlich im Dold Verlag.
07.09.2009
Artikel dazu im Stern
VW und das Unternehmen Lichtblick planen den weltweiten Verkauf von Mini-Kraftwerken, kleinen gasbetriebenen Blockheizkraftwerken im eigenen Keller. Sie liefern Wärme und Strom für das Eigenheim. Zusätzlich können Sie riesige Strommengen in das öffentliche Netz einspeisen, um den Spitzenstrombedarf zu decken. So schließen sie die entstehende Lücke durch den Ausstieg Deutschlands aus der Atomkraft. Nun aber nicht wie geplant durch den Bau großer, in der Leistungsabgabe unflexibler Kohlekraftwerke, sondern mit einem Verbund hochflexibler Kleinkraftwerke, die in Sekundenschnelle auf die Lastschwankungen reagieren können.
Was ist besser:
Version Schluchseewerk AG: unflexible Grundlastkraftwerke produzieren konstant Strom; Windkraftanlagen produzieren zusätzlich Strom; Last gering; Strom mit Verlusten in Pumpspeicherkraftwerken speichern.
oder:
Version Zukunft: Blockheizkraftwerke reagieren flexibel auf Nachfrage; Strom wird bei Bedarf produziert; Pumpspeicherkraftwerk überflüssig; Martin happy ;-)
PS: Im Blog steht´s nochmal unter "VW und Lichtblick" Blogbeitrag vom 07.09.2009
03.09.2009
Im Logo ein Atomkraftwerk??? Warum?
Mehr dazu im Blog Beitrag vom 03.09.2009
31.08.2009
Die Schluchseewerk AG ändert ihre Pläne. Das Honbergbecken 2 beim geplanten Projekt Atdorf bekommt jetzt eine neue Form. Die alten Pläne aus den 70er Jahren wurden überarbeitet und passen
den Verlauf des Damms dem Höhenprofil an, wodurch das Becken länger wird.
Dazu Visualisierungen unter Bilder.
* Gehen Sie zum Beispiel in Google Maps (mit der Option Gelände können Sie die Höhenlinien sehen)
* Lassen Sie sich Atdorf anzeigen
* Übertragen Sie geistig die neue Beckenform in die Karte
* Das Becken folgt der Form im Osten sehr genau, wird im Norden durch die Strasse begrenzt und geht im Westen über die 1000 Meter Höhenlinie hinaus (dort
fällt der Berg auch nicht so stark ab).
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25.08.2009
Die Bohranlage wurde entfernt.18.08.2009:Am Freitag, den 14.08.2009 gab die Schluchseewerk AG bekannt, dass es bei Tiefenbohrungen für den geplanten Bau des Hornbergbecken II auf dem Abhau bei Atdorf zu einem Austritt von Hydrauliköl sowie Dieselkraftstoff kam. Eine Beeinträchtigung der Wasserversorgung wurde ausgeschlossen.
Ich war vor Ort.
Bei dem Bohrgerät handelt es sich um eine HD-50 K-S, Baujahr 1994 der Firma Pruy KG aus Schönheide in der Nähe von Zwickau.Nachdem bereits am Donnerstag Wanderer bei der Polizei auf ein Auslaufen von Hydrauliköl hingewiesen hatten wurde das Gerät Gerät oberflächlich gereinigt und ein defektes Ventil abgedichtet.Alle unzugänglichen Stellen sind nach wie vor verschmutzt und dieser Schmutz ist mit Öl getränkt. Ebenso gibt es nach wie vor Undichtigkeiten des Motors. Schlimmer noch, auch das Bohrkopflager, welches sich direkt über dem Bohrloch befindet, ist undicht. Vor der Meldung bei der Polizei sollte ein direkt auf den Waldboden gelegtes Vlies das austretende Öl aufnehmen. Das alles geschah unter den Augen der Schluchseewerk AG, die eigens zur Überwachung des Betriebs eine vor Ort befindliche Aufsichtsperson bereitstellen.