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|  | KEIN Hornbergbecken 2 |
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Die Firma Evonik entwickelt gerade die größte Lithium-Keramik-Batterie der Welt. Sie wird in der ersten Jahreshälfte 2011 in - welch ein Zufall - einem Kohlekraftwerk eingsetzt. Mit einer Leistung von einem Megawatt und einer Speicherkapazität von 700 Kilowattstunden. Wirkungsgrad: 96 Prozent.
Nehmen wir das Volumen der reinen Speicher benötigt dieser Speichertyp - bei 1400 MW Leistung - ein Volumen von 105 Tausend Kubikmeter. Das geplante PSW Atdorf braucht schon für´s Wasser 18 Millionen Kubikmeter. Zudem könnten die Akkus dort zum Einsatz kommen wo sie gebraucht werden, anstatt den Strom mit Verlusten durch ganz Deutschland zu leiten.
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Atomkraftwerke doch regelbar? Laut einer Internetseite (http://www.kernenergie.de/kernenergie/Themen/Kernkraftwerke/Flexibilitaet/index.php) ist es falsch, dass Atomkraftwerke ihr Leistung nicht regeln können. Eine Reduzierug auf 50 Prozent der Maximalleistung mit einer Geschwindigkeit von 5-10 Prozent der Maximalleistung pro Minute soll möglich sein. Dennoch wird es nicht gemacht. Atomstrom ist billig. Die Kraftwerke sind abgeschrieben. Suchen die Betreiber die Kraftwerke Speichermöglichkeiten für den bösen Windstrom oder möchten sie ihren Atomstrom "auf Halde" legen, bis sie ihn teuer verkaufen können?
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Auch die RWE lobt in ihrem "Programm Klimaschutz" ihren Einsatz zum "Ausbau der regenerativen Energien". Zitat: "Etwa drei Prozent der gesamten Erzeugungskapazität der Führungsgesellschaft RWE Power wird aus regenerativen Quellen gespeist. Den größten Anteil steuert dazu nach wie vor die Wasserkraft bei. Das Unternehmen verfügt – mit seinen Beteiligungen – über Pumpspeicher-, Speicher und Laufwasserkraftwerke mit einer Gesamtleistung von zusammen 2.800 Megawatt. Die Nutzung der Wasserkraft ist in Deutschland weitgehend ausgereizt. Im Fokus der eigenen nationalen Aktivitäten stehen deshalb die Optimierung vorhandener Anlagen – Beispiele hierfür sind die umfangreiche Modernisierung des Pumpspeicherkraftwerks Herdecke .... ".
Interessant, produziert die RWE in Deutschland gerade mal 500 MW aus regenerativer Wasserkraft. Und wenn der Ausbau eines Pumpspeicherwerks als Ausbau regenerativer Energie bezeichnet wird ist das ....... Greenwashing.
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Betreff: Broschüre "Erneuerbare Energien - Made in Germany"
Sehr geehrte Damen und Herren,
mir großem Interesse lese ich gerade Ihre Broschüre "Erneuerbare Energien - Made in Germany". Unter dem Thema "Wasserkraft" auf der Seite 9 und 10 habe ich Angaben gefunden, die mich etwas verwirren.
Seite 10; oberer Kasten: "2006 waren in Deutschland knapp 18.707 GW Wasserkraftwerksleistung in Betrieb." darunter steht: "Im Jahr 2006 waren in Deutschland über 10 300 MW Wasserkraftwerksleistung in Betrieb". Welche Aussage stimmt?
Seite 9: Zum Thema Pumpspeicher schreiben Sie: "Pumpspeicherkraftwerke tragen etwa zu 16 Prozent zur Wasserkraftproduktion bei." In der rechten Tabelle auf der gleichen Seite wurden 2006 aus Lauf- und Speicherwasser 17500 GWh produziert. Aus Pumpspeichern (ohne nat. Zulauf) 6200 GWh. Das wären 26 Prozent.
Des Weiteren habe ich gehört, dass Pumpspeicherkraftwerke gar nicht zu den regenerativen Energien gezählt werden dürfen, da sie erst gefüllt werden müssen, bevor sie Strom produzieren können. Und das sogar mit Verlusten.
Wenn zum Füllen der Speicher kein Strom aus regenerativen Energien genutzt wird, Sie aber die Pumpspeicher den erneuerbaren Energien zuordnen, ist dass dann nicht eine Art Greenwashing?
Ich würde mich freuen, wenn Sie mir zu den Fragen eine Antwort geben könnten.
Mit freundlichen Grüßen
Martin Rescheleit
PS: Über den Suchbegriff "Pumpspeicher" findet man die Publikation noch. http://www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/Publikationen/erneuerbare-energien-made-in-germany.pdf
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Dazu folgender Text (direkt kopiert, nicht zusammengstückelt):
"Wasserkraft ist in Baden-Württemberg die wichtigste erneuerbare Energiequelle. An allen großen Flüssen gewinnt die EnBW Strom aus dem Rohstoff, der quasi unerschöpflich ist. Energielieferant sind aber nicht nur Flüsse, sondern auch Stauseen. Sie speichern große Wasservorräte und decken so die Spitzen des Strombedarfs. In Baden-Württemberg spielen dabei vor allem Pumpspeicherkraftwerke eine wichtige Rolle." Quelle: http://www.enbw.com/content/de/magazin/sub_informieren/energiewissen/pumpen_stauen_ausbauen/index.jsp
Also: "Wasserkraft ... erneuerbare Energiequelle". soweit ok.
was beinhaltet die Wasserkraft: "Energielieferant sind aber nicht nur Flüsse, sondern auch Stauseen." Damit zählen Stauseen zu den Flüssen.
"In Baden-Württemberg spielen dabei vor allem Pumpspeicherkraftwerke eine wichtige Rolle." Also Pumpspeicher = Stausee = Energielieferant = erneuerbare Energie.
Wenn also das Wasser erst mal im Speicher ist kann es als erneuerbar gelten. Hmmm.
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Auch wenn ich der Meinung bin, dass es gar keinen Pumpspeicher braucht habe ich mir die Wehrhalden-Alternative angesehen. Ganauso wie das geplante Hornbergbecken II läge das Becken im Wasserschutzgebiet. Nach Angaben der Zuständigen für Umwelt- und Landschaftsplanung der Schluchseewerk AG, Frau Rauchmaul, hätten die Quellen "allerdings nicht die Bedeutung der Herrischrieder Rohrquellen". Trotzdem ginge es nicht, schließlich tangiere die Wehrhalden-Alternative Schutzgebiete. Auch das ist beim Abhau der Fall. Nicht nur auf Obergebisbacher Seite befinden sich FFH Gebiete und Feucht-Biotope, auch auf Atdorfer Seite liegen Feucht-Biotope im Gebiet des Saalbrunnen. Alle fielen dem geplanten Hornbergbecken zum Opfer. Wo kein Wasser mehr ist kann auch kein Feucht-Biotop überleben. Aber veilleicht hat sich die Schluchseewerk AG auch einfach nur eine abgelegene Ecke gesucht, in der sie den geringsten Widerstand erwartet.
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Auf der diesjährigen IAA war die Elektromobilität ein grosses Thema. Entsprechend der Vorgabe der Regierung, zukünftig Elektrofahrzeuge auf dem Markt zu etablieren, stellten zahlreiche Hersteller ihre Elektrofahrzeuge vor. Teilweise als Studie, teilsweise konkret mit einer Markteinführung in den nächsten Jahren (Nissan, Mitsubishi, Peugeot, Mercedes, Smart, VW und Fiat: 2010; Opel und Renault 2011; BMW: 2015) . Wenngleich Experten aufgrund der noch geringen Reichweite die Elektromobile eher belächeln zeigt sich ein neuer Trend. Plug-in Hybride. Eine Kombination aus Verbrennngs- und Elektromotor. Und das mit einem konkreten Hintergrung. Ab 2012 sollen Autos nicht mehr als 120 Gramm CO2 pro 100 Kilometer ausstoßen. Eine hohe Hürde für deutsche Hersteller mit Hang zu PS und Komfort. Hier kommt der Elektromotor ins Spiel. Ein Beispiel? Mercedes S-Klasse. 5,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Spritverbrauch: 3,2 Liter auf 100 Kilometer. Wie das geht? Zur Festlegung der CO2-Emissionen muss ein vorgeschriebener Zyklus "abgefahren" werden. Wird ein Teil davon mit Hilfe des Elektromotors zurück gelegt verringert sich der CO2 Ausstoß. Ein bischen geschummelt ist das schon. Die Herstellung des Stroms war wohl nicht ganz CO2-frei (es sei denn, er wurde rein regenerativ oder durch Atomstrom mit der Konsequenz des Atommülls produziert).
Grundsätzlich werden neben den rein elektrisch betriebenen Fahrzeugen die Plug-in Hybride einen wesentlichen Anteil an der Schaffung von Stromspeichern haben. Millionenfach eingesetzt ergibt das ein riesiges Potential. Frei Haus, ohne Pumpspeicher. Aber, ich wiederhole mich.
Es bleibt spannend.
Martin
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| Etwa die Hälfte des geplanten Industriespeichersees im Haselbachtal wird im Thermalquellenschutzgebiet der Stadt Bad Säckingen liegen. Nach Sprengungen für den Bau des Rheinkraftwerks versiegte bereits eine Thermalquelle. Grund genug, ein Sprengverbot zu verhängen. Jetzt dürfte die Schluchseewerk AG anscheinend doch sprengen. Mich würde eine Stellungnahme der Schluchseewerk AG interessieren in der sie klarstellt, was denn passiert, wenn die Quellen versiegen. Auf dem Hotzenwald würde sie angeblich das Trinkwasser aus anderen Quellen nach Rickenbach und Herrischried pumpen. Aber wie soll das in Bad Säckingen möglich sein? Fremdes Thermalwasser herpumpen? Hmm
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In den 1970er Jahren plante die Schluchseewerk AG ein gigantisches Projekt im Hotzenwald. In Lindau sollte ein Stausee entstehen - halb so groß wie der Schluchsee. Und verbunden damit das Hornbergbecken II, das Haselbecken und zwei Kraftwerke. Damals lag der Grund dafür offen. Veredelung von Atomstrom. Und wie bereits in den 1950er Jahren, als die Wutachschlucht mit einer 60 Meter hohen Talsperre aufgestaut werden sollte, formierte sich der Widerstand. Mit Erfolg. Ein technischer Wandel spielte den Gegnern damals in die Hände. In den 1970er Jahren konnten neue Gaskraftwerke den Bedarf an Spitzenstrom befriedigen. Pumpspeicherkraftwerke wurden uninteressant. Das war das Aus für die Talsperre Lindau. Das Hornbergbecken II wurde auf Eis gelegt.
Heute liegt der Preis für Spitzenstrom wieder um ein Mehrfaches über dem von Grundlaststrom. Die Schluchseewerk AG hohlt das Projekt Atdorf wieder aus der Schublade. Doch parallel dazu entsteht in Deutschland gerade das Konkurrenzprodukt. Heute stellt das Unternehmen Lichtblick offiziell ein neues Projekt vor. Tausende kleiner Blockheizkraftwerke, die Zuhausekraftwerke, wie Lichtblick sie nennt bilden durch intelligente Vernetzung ein Kraftwerk. Es liefert Dank Kraft-Wärme-Kopplung mit einer Energieausbeute von 92% Strom zu Spitzenlastzeiten und vermießt den Stromriesen das Geschäft. Machen erneut hochflexible, gasbetriebene Kraftwerke das Hornbergbecken II überflüssig? In den 1980er Jahren musste die Schluchseewerk AG zugeben, dass niemand die Talsperre Lindau wirklich brauchte.
Wird sich die Geschichte wiederholen?
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Artikel dazu im Stern
VW und das Unternehmen Lichtblick planen den weltweiten Verkauf von Mini-Kraftwerken, kleinen gasbetriebenen Blockheizkraftwerken im eigenen Keller. Sie liefern Wärme und Strom für das Eigenheim. Zusätzlich können Sie riesige Strommengen in das öffentliche Netz einspeisen, um den Spitzenstrombedarf zu decken. So schließen sie die entstehende Lücke durch den Ausstieg aus der Atomkraft. Nun aber nicht wie geplant durch den Bau großer, in der Leistungsabgabe unflexibler Kohlekraftwerke, sondern mit einem Verbund hochflexibler Kleinkraftwerke die in Sekundenschnelle auf die Lastschwankungen reagieren können. Was ist besser: Version Schluchseewerk AG: unflexible Grundlastkraftwerke produzieren konstant Strom; Windkraftanlagen produzieren zusätzlich Strom; Last gering; Strom mit Verlusten in Pumpspeicherkraftwerk speichern. oder: Version Zukunft: Blockheizkraftwerke reagieren flexibel auf Nachfrage; Strom wird produziert wenn er gebraucht wird; Pumpspeicherkraftwerk überflüssig; Martin happy ;-)
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Warum sieht man im Logo ein Atomkraftwerk: Deutschalnd steigt doch aus der Atomkraft aus.
Dazu lohnt sich ein Blick auf die Besitzverhältnisse von Schluchseewerk, EnBW und Co.
Zuerst die Schluchseewerk AG: Sie gehört zu 50% der RWE, zu 37,5% der EnBW, zu 7,5% der Energiedienst AG und zu 5% der Energeidienst Holding AG. Die Energiedienst AG ist zu 100% Tochter der Energiedienst Holding AG. Die gehört wiederum zu 76% der .......... EnBW. Jetzt wird´s interessant. Die EnBW gehört zu 45,01% der EDF. Der Èlectricité de France. Einem staatlich dominierten Betreiber von 58 Kernkraftwerken weltweit, der seinen Strom zu 74,5% mit Atomkraftwerken herstellt. Könnte es sein, dass auch zukünftig Atomstrom das Hornbergbecken füllt?
Werfen wir einen Blick in die Schweiz. Dort will die Atel Holding AG - die Anteile des AKW Gösgen und Leibstadt hält - ein neues Atomkraftwerk bauen. Das AKW Niederamt, rund 35 Kilometer von Atdorf entfernt. Hauptaktionär der Atel Holding AG mit 37,1% ist: ...... EDF.....
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Ich hab mal durchgerecht wieviel Tonnen CO2 die Schluchseewerk AG jährlich "produziert". Nach Angaben der Informationsveranstaltung zum Projekt Atdorf "erzeugt" die Schluchseewerk AG 2200 Milionen Kilowattstunden Strom pro Jahr. Lediglich 400 Milionen Kilowattstunden stammen tatsächlich aus regenerativer Energie. 1 800 Millionen werden durch Pumpspeicherung zurückgewonnen. Bei einem Wirkungsgrad von maximal 80% bedeutet dies, dass zur Rückgewinnung erst einmal 2 250 Milionen Kilowattstunden Strom in Kraftwerken produziert werden müssen. Eine Differenz von 450 Milionen Kilowattstunden. Dieser Verlust bedeutet eine zusätzliche Belastung der Umwelt von fast 300 000 Tonnen CO2. Einen Menge die durch geeignetes Lastmanagement überflüssig wäre. Genau so wie das geplante Projekt Atdorf.
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Das Haselbecken würde den unteren Stauraum bilden, ebenfalls mit Raum für 10 Mio. Tonnen Wasser. Die Länge müßte 1,1 Kilometer, die Breite 600 Meter betragen. Dazu müßte eine Staumauer von 520 Meter Länge und einer Höhe von 76 Metern aufgeschüttet werden. Zwei weitere Staudämme müßten noch zusätzlich gebaut werden. Über diese Dämme gibt es keine Größenangaben.
Und wer denkt, das gibt einen schönen Badesee: die Nutzung ist wegen dem sich ständig ändernden Wasserstand nicht erlaubt.
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Das obere Becken müsste rund 1 Kilometer lang und etwa 400 Meter breit werden. Speichervolumen: 10 Mio. Tonnen Wasser. Das Becken hätte - wie das untere Becken auch - keinen natürlichen Zufluss. Es würde somit immer das gleiche Wasser verwendet werden. Nach Aussage bei einer öffentlichen Veranstaltung war zu hören: "wir versuchen, keine Kloake daraus zu machen".
Geplant ist es, das Becken in unmittelbarer Nähe zum bestehenden Hornbergbecken auf dem so genannten "Abhau", einem Bergrücken zwischen den Gemeinden Herrischried und Rickenbach zu bauen.
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Neben den alternativen Speichermöglichkeiten wie der Druckluftspeicherung oder Pumpspeicher in bereits bestehenden Bergwerkstollen sind die gerade entstehenden Technologien wie Lastmanagement oder Elektroautos besonders interessant. Sie müssen gar nicht gebaut werden, um "nur" dem Zweck der Stromspeicherung zu dienen.
Durch Lastmanagement, also die clevere Vernetzung von Stromanbieter und Kunde (Smart Grids) erhalten die Stromanbieter die Möglichkeit den Stromverbrauch der Kunden zu beeinflussen. Ähnliches wurde schon mit den Nachtspeicherheizugen realisiert. Gerade nachts, wenn die Nachfrage an elektrischem Strom gering ist wurde damit die Möglichkeit geschaffen, elektrische Energie in Form von Wärme zu speichern. In Zukunft werden sich Haushaltsgeräte wie Boiler, Kühlschrank oder Gefriertruhe angebotsbezogen ein und ausschalten. Natürlich darf die Gefriertruhe die Lebensmittel nicht auftauen lassen. Muß sie auch nicht. Es genügt die Ware herunter zu kühlen bevor zum Beispiel in der Küche gekocht wird, der Strombedarf also stark ansteigt. Somit wird Energie in den Lebensmitteln gespeichert, um die Zeit der Stromknappheit zu "überstehen". Ein kleiner Schritt für die Gefriertruhe aber ein gewalteiger für die Stromanbieter. Zusammen mit den Kühlschränken können so millionenfach (Deutschland hat 38 Mio. Haushalte) Geräte ja nach Angebot und Nachfrage ein- oder ausgeschaltet werden. Einer Studie zufolge würden 10% solcher "intelligenten" Kühlgeräte ausreichen, um die unerwünschten Stromschwankungen auszugleichen. Und damit den Bedarf an Regelenergie. Und damit die angebliche Notwendigkeit von neuen Pumpspeicherkraftwerken.
Noch beliebter für die Stromanbieter könnte der Markt der Elektroautos werden ("super, Ingo"). Hier kann nicht nur bestimmt werden, wann wieviel Strom zum Laden der Batterien fliesen soll. Bei kurzen Bedarfsspitzen könnten die Stromanbieter die Batterien sogar "anzapfen". Natürlich verbrauchergerecht. Wer will schon zu seinem Auto kommen und feststellen, dass die Batterie leergesaugt wurde. Die Masse machts. Will heißen, dass man die am Netz befindlichen und bereits geladenen Batterien zur Überbrückung von Engpässen nutzt und danach wieder lädt. Im Durchschnitt stehen selbst zu Haupverkehrszeiten 90% aller KFZ still.
Die Bundesregierung plant bis ins Jahr 2020 einen Bestand von 10 Mio. Elektroautos. Die daraus resultierende mögliche Bereitstellung von Regelleistung beträgt 100 000 MW. Die im Jahr 2015 benötigte Regel- und Reserveleistung (habe ich bei der Deutschen Energie Agentur gefunden) liegt bei max. 7 000 MW. Das Pumpspeicherkraftwerk Atdorf soll 2019 fertig sein.
Gut, die 100 000 MW sind sehr optimistisch und reine Theorie. Rechnen wir einmal mit 5 Mio. Elektro-KFZ. Und davon stehen wiederum nur die Hälfte zur Energie-Aufnahme bzw. Abgabe zur Verfügung. Sind 2,5 Milionen. Nehmen wir weiterhin an, die Batterien können mit maximal 1 KW geladen werden (das ist die Leistung eines Haartrockners). Dann bleiben immernoch 2500 MW an Regelleistung. Das Projekt Atdorf soll 1000 MW, maximal 1400 MW bereitstellen. Realistische Lade- bzw. Entladeleistungen liegen bei 3 bis 5 KW. Also 7 500 MW bis 12 500 MW! Wer mehr erfahren will kann mal nach "Vehicle to Grid", also "Fahrzeug ans Stromnetz" googeln (oder in meiner Linkseite das Thema Vehicle to Grid auswählen).
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Das geplante Pumspeicherwerk Atdorf bestehen aus zwei Speicherbecken auf unterschiedlichem Höhenniveau. In einer Kaverne im Berg kann Wasser mittels Pumpen über eine Rohrleitung in das obere Becken gepumpt werden. Das Wasser im oberen Becken besitzt nun potentielle Energie, die beim Rückfluss in das untere Becken Turbinen antreibt, um einen Teil des verbrauchten Stroms wieder ins Netz speisen zu können. Ein Pumpspeicherwerk ist somit kein "echtes" Kraftwerk, kann es doch lediglich bereits erzeugte Energie zwischenspeichern und - mit Verlusten von ca. 25 Prozent - wieder abgeben.
Dazu möchte die Schluchseewerk AG 700 Mio. Euro investieren (mittlerweile sollen es 1 Mrd. Euro sein). Die Bauzeit würde 4-5 Jahre betragen.
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18.08.2009:
Was vorgefallen ist können Sie unter "Aktuelles" nachlesen.
Meine Meinung: Eine alte, tropfende Bohranlage hinzustellen, ein Vlies auf den Waldboden zu legen und nicht einmal eine Plastikplane darunter zu legen verstehe ich nicht als "größtmögliche Sicherheit". Was wäre gewesen, wenn es geregnet hätte?
Fakt ist: hat ein privater PKW Ölverluste bekommt er keine Plakette, verunfallt ein PKW und verliert Öl oder Kraftstoff wird es aufwendig beseitigt, bohrt die Schluchseewerk AG in einem Wasserschutzgebiet, ist das alles nicht so schlimm. Seltsam, behauptet die Schluchseewerk AG doch selbst: "Aufgrund der besonderen Schutzvorschriften im Bereich des Trinkwassererfassungsgebietes ist das Energieunternehmen um größtmögliche Sicherheit bemüht."
Ich kann mir vorstellen, dass die Schluchseewerk AG die Verantwortung nun auf die ausführende Firma abwälzt. Dann sollte sie aber auch zugeben, dass sie extra eine Person vor Ort eingesetzt hat, die sich genau um solche Dinge kümmern sollte.
Ja, manchmal ist es aufschlussreicher, Personen oder Firmen weniger nach dem zu beurteilen, was sie sagen als vielmehr nach dem, was sie tun.
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Das Selbstverständliche: Keine Beleidigungen, keine Diskriminierungen, keine Kraftausdrücke. Das Wünschenswerte: Sollte zum Besipiel jemand fragen, wie ein Pumpspeicherkraftwerk funktioniert, bitte auch diese Frage beantworten und nicht erklären warum man sie bauen oder nicht bauen sollte. Bitte bei der eigentlichen Frage bleiben. Herzlichen Dank. Martin
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